

18.00
Demografischer Wandel in OWL: Was erwartet uns bis 2050?
Fakten, Szenarien, Visionen. Herausforderungen der Zukunft erkennen!
Begrüßung
Prof. Friedrich Schmersahl, Vorsitzender des BDA Ostwestfalen-Lippe
Kurzreferat zur Einführung in die Thematik
Dipl.-Verwaltungswirt Carsten Große Starmann, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Statements
Podiumsdiskussion
Moderation: Reinhard Drees, Architekt BDA Stadtplaner SRL DASL, Bielefeld
Einbeziehung des Publikums
Ort:
Schüco Technologie Center
Karolinenstr. 1, 33609 Bielefeld
„Weniger-Älter-Bunter“
Herausforderungen für Architektur und Städtebau
Der BDA-Bezirk OWL (Ostwestfalen Lippe) lud im Rahmen einer Veranstaltungsserie des Landesverbandes des BDA zu einem Vortrags- und Diskussionsabend zum Demografischen Wandel in OWL ein unter der Fragestellung: “Was erwartet uns bis 2050?“
Carsten Große-Starmann von der Bertelsmann-Stiftung erläuterte in seinem Impulsrefarat die Einwohnerentwicklung ausgehend von Gesamtdeutschland, über NRW bis hin zu OWL auf kommunaler Ebene.
Die Bertelsmann-Stiftung erfasst alle Kommunen ab 5.000 Einwohner in der Einwohnerentwicklung und Zusammensetzung der Bevölkerung bis zum Jahre 2025. Neben großer
zusammenhängender Tendenzen des Schrumpfens und Wachsens, gibt es jeweils eingelagert gegenteilige Entwicklungen. Wie im Bundes- und Landesdurchschnitt gibt es auch in OWL größere Regionen von Entwicklung und Rückgang. Carsten Große-Starmann: „Es werden langfristig Ortsteile von der Landkarte verschwinden.“
Unter der Moderation von Dipl.-Ing. Stadtplaner Reinhard Drees sorgten drei weitere Statements für Gesprächsstoff in der anschließenden Diskussion.
Bernhard Koppmann, Vorstandsvorsitzender der Freien Scholle erläuterte die Besonderheit einer Mitglieder-Genossenschaft für ein zukunftsorientiertes Wohnungsangebot mit Serviceleistungen unter dem Leitmotiv „Leben in Nachbarschaften“. Nur Wohnungen anbieten reicht heute besonders in Zukunft nicht mehr aus; Versorgungsleistungen, Kinderbetreuung sind wichtiger Bestandteil eines gut funktionierenden Nebeneinanders. Modernisierungen und Ersatzneubau waren und sind wichtige Aufgaben.
Für die Architektenschaft ging Dipl.-Ing. Architektin und Stadtplanerin Susanne Crayen, Mitglied im Landesvorstand des BDA, auf die besondere Verpflichtung des Berufsstandes für qualitätsvolles Planen und Bauen in den urbanen Räumen ein. Eine weitere Ausdehnung in die Außenflächen ist der falsche Weg. Die Nutzung von Brachflächen und der vorhandenen Infrastrukturen ist nicht nur wirtschaftlicher für alle Beteiligten, sondern sorgt in der Vielfältigkeit des Innenstadtangebotes für ein abwechslungsreiches und qualitätsvolles Wohnen und Arbeiten. Sie sieht im demografischen Wandel eine große Chance für eine Aufwertung unserer Städte.
Als Stadtplaner der Stadt Gütersloh stellte Dipl.-Ing. Michael Zirbel das Demografiekonzept mit seinen wesentlichen Kernaussagen vor, u. a. Anpassungen im Bestand, Angebote für alle Einkommensgruppen. Planen bedeutet heute immer weniger einen Plan zu erstellen, als vielmehr einen Prozess mit vielen Akteuren zu begleiten und zu einem konsensfähigen Ergebnis zu kommen.
Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass Stadträume wie Bielefeld, Gütersloh und Paderborn weniger vom demografischen Wandel betroffen sind, als Standorte mit einem guten Bildungs- und Arbeitsplatzangebot. Gerade die ländlich strukturierten Räume leiden unter der Abwanderung junger und gut ausgebildeter Menschen.
Für Architekten und Stadtplaner sind die Wirkungen des demografischen Wandels zukünftig die zentralen Randbedingungen für Planungsaufgaben. Der BDA-Bezirk OWL wird dieses vor dem Hintergrund von städtischen und ländlichen Räumen in seinem Bezirk weiterhin verfolgen und diskutieren.
Reinhard Drees
BDA Ostwestfalen-Lippe
Ansprechpartner: Friedrich Schmersahl
Friesenweg 12
32107 Bad Salzuflen
Tel. 05222/97510
f.schmersahl@sbp-architekten.de
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